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Blauzungenkrankheit breitet sich in Europa aus: Veterinäramt rät zu Impfung bei Rindern, Schafen und Ziegen

(lk/wö) Die Blauzungenkrankheit (BT) breitet sich zunehmend in Richtung Deutschland aus: Das Veterinäramt des Landkreises Lüneburg rät daher allen Tierhaltern, ihre Rinder, Schafe und Ziegen schnell  impfen zu lassen. „Die Tierseuche kommt bereits seit mehreren Jahren wieder verstärkt in Frankreich, Italien und einigen Balkanstaaten vor“, sagt Veterinär Thomas Volksdorf vom Landkreis Lüneburg, „die Impfung bietet einen sicheren Schutz vor BT und ist weitgehend frei von Nebenwirkungen. Rechtzeitig geimpfte Tiere können zudem leichter gehandelt werden, wenn die Krankheit in Deutschland wieder präsent ist.“ Zwar ist der Erreger für den Menschen nicht gefährlich – Fleisch und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden. Insbesondere bei Schafen kann die Krankheit jedoch tödlich verlaufen.

Von den bisher 27 weltweit bekannten BT-Virustypen kommen sowohl das BTV-4 als auch das BTV-8 Virus weniger als 150 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt vor. Der Landkreis Lüneburg hat deshalb die Impfung gegen diese Virustypen per Allgemeinverfügung ab dem 21. Mai 2017 zugelassen. Landwirte, die ihre Tiere impfen lassen wollen, müssen die Impfung nicht wie üblich vorher beantragen. Wichtig zu beachten: Jeder Tierhalter, der die Allgemeinverfügung nutzt, muss selber oder durch seinen Impftierarzt jede Impfung gegen BT innerhalb von sieben Tagen nach der Durchführung der zuständigen Behörde durch Eintragung in der HIT-Datenbank mitteilen.

„Bei Fragen zu der BT-Impfung, den BT-Impfstoffen sowie deren Impfintervallen sollten Tierhalter sich direkt an ihren Hoftierarzt wenden“, rät Volksdorf, „dieser kennt die Bestandssituation am besten und kann somit optimal beraten.“ Übertragen wird die Krankheit von Insekten – nicht durch Ansteckung von Tier zu Tier. Die typischen Symptome sind in der Regel nur beim Schaf anzutreffen, wogegen andere befallene Wiederkäuer meist ohne erkennbare Symptome infiziert sind. Typisch und namengebend für die Krankheit ist die übermäßige Durchblutung (intensive Hyperämie) und Schwellung der Zunge, die jedoch nicht bei jedem Fall auftritt. Weitere klinische Symptome sind massive Ödeme und Blutungen mit Fieber und Entzündungen bis hin zu Geschwüren an den Schleimhäuten. Weiterführende Informationen gibt es im Internet unter www.landkreis-lueneburg.de/tierseuchen.

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