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Sicher mit dem Bus zur Schule kommen: Landkreis bildet 300 Buslotsen aus

In Rollenspielen lernen die angehenden Buslotsen, wie man Konfliktsituationen während der Fahrt auflöst. Foto: Landkreis Lüneburg(lk/wö) Verantwortung übernehmen und Zivilcourage zeigen: Beim Buslotsenprojekt des Landkreises Lüneburg lernen Schülerinnen und Schüler, wie sie sich und andere vor Gefahren im Straßenverkehr schützen können. Mehr als 1.000 Jugendliche haben seit 2012 die Ausbildung durchlaufen, 2017 sind 300 Nachwuchs-Buslotsen dazugekommen. Und das Projekt wächst weiter: Seit kurzem ist auch die Bardowicker Hugo-Friedrich-Hartmann-Schule als zehnte Einrichtung an Bord.

Am Donnerstag und Freitag (8. und 9. Juni 2017) haben die 22 angehenden Bardowicker Buslotsinnen und Buslotsen ihre ersten Ausbildungstage absolviert, nach den Sommerferien folgen weitere. „Die Jugendlichen lernen, sich einzusetzen, Augen und Ohren offen zu halten ohne sich selber in Gefahr zu bringen“, sagt Präventionsexperte Maik Peyko, der die Schüler ausbildet, „sie erfahren, wie ein Streit eskalieren kann, wie man dann eingreifen und schlichten kann – und wann sie sich besser zurückhalten sollten.“

Mehr als 20 Buslotsen werden an der Bardowicker Oberschule ausgebildet. Foto: Landkreis LüneburgDafür müssen die Acht- und Neuntklässler nicht nur die Schulbank drücken. In einem extra für die Übung bereitgestellten KVG-Bus werden kritische Situationen in Rollenspielen erprobt und analysiert. Schulleiterin Christiane Bewig ist sich sicher, dass die Arbeit der Buslotsen sich auf den ganzen Schulalltag auswirkt: „Wenn die Schülerinnen und Schüler morgens in Ruhe und ohne Konflikte im Bus zur Schule kommen, entspannt sich auch das Klima in der Schule.“

Die jungen Buslotsinnen und Buslotsen sorgen aber vor allem dafür, dass die Fahrt mit dem Bus sicherer wird. „Wenn es auf der Fahrt ruhig zugeht, kann sich der Busfahrer besser auf den Verkehr konzentrieren“, sagt Nils Radtke, stellvertretender Betriebsleiter der KVG Lüneburg. Gerne unterstützt die KVG deshalb jedes Jahr ein besonderes Highlight für die jungen Streitschlichter: Am Donnerstag (8. Juni 2017) ging es für die rund 300 aktiven Buslotsen in den Heidepark – natürlich mit dem Bus. Sechs davon hatte die KVG eigens dafür zur Verfügung gestellt. „Die Kosten für den Eintritt übernimmt der Landkreis Lüneburg“, sagt Dirk Reichel vom Fachdienst Schule und Kultur beim Landkreis, der das Projekt organisiert, „damit bedanken wir uns bei den Jugendlichen für die geleisteten Extra-Stunden und ihr freiwilliges Engagement.“

Das Buslotsenprojekt wird vom Landkreis Lüneburg finanziert und in Kooperation mit der Firma TEMP-Projekte, der Polizei und der KVG Lüneburg durchgeführt. Dabei sind die Oberschule Dahlenburg, Gymnasium, Realschule und Hauptschule Bleckede, Oberschule und Gymnasium Oedeme, Oberschule und Gymnasium Scharnebeck, Realschule und IGS Embsen, IGS Lüneburg und als neustes Mitglied seit 2017 die Oberschule Bardowick.

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