Samtgemeinde Dahlenburg
Wappen der Region
Dahlenburg vom "Dorn" aus gesehen
Bürger
Tourismus
Wirtschaft
Marktplatz
Pressearchiv

Für den Ernstfall wappnen: Krisenübung zur Afrikanischen Schweinepest

Wildschweine - hier Frischlinge - könnten die Afrikanische Schweinepest auch in den Landkreis Lüneburg tragen. Archivfoto: LKLG(lk/mo) Das Drehbuch für die Übung ist klar formuliert: In der Nähe der Elbe hat ein Jäger ein verendetes Wildschwein gefunden, anschließende Laboruntersuchungen ergeben: Das Tier starb an der Afrikanischen Schweinepest. Diese Krankheit befällt nicht nur Wild- sondern auch Hausschweine, endet bei den Tieren meistens tödlich und breitet sich sehr schnell aus. Für die gesamte Region ist damit ein Krisenfall eingetreten, bei dem sofort gehandelt werden muss.

„Zum Glück sprechen wir von einem fiktiven Fall, doch die Wirklichkeit kann uns jederzeit einholen“, erklärte Dr. Julia Pfeiffer, Leiterin des Veterinäramtes, zu Beginn der Tierseuchenübung am Dienstag (28. August 2018). Auf Einladung des Landkreises Lüneburg nahmen 33 Personen teil, darunter Fachberater aus den verschiedensten Bereichen – Veterinäre, Vertreter der Forst- und Landwirtschaft, der Jägerschaft sowie des Katastrophenschutzes. Gemeinsam besprachen und organisierten die Experten alle notwendigen Schritte, die eine Ausbreitung der Infektion und eine Übertragung auf Hausschweine verhindern sollen.

„Für den Menschen ist das Virus nicht gefährlich, für Schweine dafür umso mehr“, erläuterte die Veterinärin. „Das Tückische an der Krankheit ist, dass es weder Medikamente noch Impfstoffe gibt.“ Die Übertragungswege sind vielfältig: Die Afrikanische Schweinepest kann unter anderem über Blut, Kleidung, Lebensmittel oder Transportfahrzeuge weitergetragen werden. Aus diesem Grund galt es im Rahmen der Übung zunächst, entsprechende Sicherheitszonen einzurichten: „In einem Radius von fünf Kilometern sollten sich beispielsweise nur noch die Anwohner aufhalten, das Gebiet wird außerdem umzäunt.“

Auch die Jagd spielte in der Übung eine wichtige Rolle: Damit Wildschweine das hochansteckende Virus nicht weitertragen können, planten die Fachleute ein genaues Vorgehen. „Dabei ist es sehr wichtig, innerhalb eines Radius von 30 Kilometern jedes verendete oder erlegte Wildschwein auf das Virus beproben zu lassen“, so Julia Pfeiffer. Denn der Erreger sei in der Region erst dann überwunden, wenn mindestens sechs Monate nach dem letzten bekannten Fall keine weiteren Viren mehr nachgewiesen werden.

Die Tierseuchenübung des Landkreises Lüneburg hat einen konkreten Hintergrund: Seit Jahren breitet sich die Afrikanische Schweinepest vor allem in Osteuropa aus. Damit steigt die Gefahr, dass die Viren auch Deutschland erreichen – mit schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen für die Landwirtschaft. „Je schneller wir reagieren, desto effektiver können wir die Krankheit bekämpfen“, betonte Julia Pfeiffer.

Kreisrätin Sigrid Vossers nahm ebenfalls an dem Krisentraining des Landkreises teil. Sie bewertete abschließend die Übung als erfolgreich: „Es hat sich gezeigt, dass die Beteiligten im Landkreis Lüneburg in der Lage sind, sehr konstruktiv und zielorientiert zusammen zu arbeiten. Dafür möchte ich allen danken.“

Weitere Informationen zu den Themen Tierseuchen und deren Bekämpfung können Interessierte auch im Internet abrufen unter www.landkreis-lueneburg.de/tierseuchen.

 

Zum Thema
ANZEIGEN
LINK: Pendlerportal
(http://lueneburg.pendlerportal.de/)

Sie sind Berufspendler und suchen eine regelmäßige Mitfahrgelegenheit?

www.pendlerportal.de



LINK: Sparkasse Lüneburg Willkommen
(https://www.sparkasse-lueneburg.de/)